Heissausbildung in Schleswig

VonHenning

Heissausbildung in Schleswig

Am 13.03.2010 trafen sich 8 Kameraden aus 3 Wehren im Gerätehaus Engelsby um zum Brandgewöhnungcontainer in die Kreisfeuerwehrzentrale nach Schleswig zu fahren.
Um 8 Uhr fuhren wir mit LF Engelsby und MTW Weiche los.
Nach der Ankunft in der Kreisfeuerwehrzentrale wurden wir durch die beiden Ausbilder Herr Pott (hauptberuflich Landesfeuerwehrschule) und Marc Rücker (BF Flensburg und Wehrführer FF Hürup-Weseby) begrüßt.

Wir erhielten einen kurzen Überblick über den Ablauf der Veranstaltung und bekamen dann eine Auffrischung in den Themen: Verhalten im Innenangriff, Rauchgasdurchzündung und Flash-Over.
Als nächstes zogen wir unsere Überkleidung an und gingen nach draußen wo wir den Container erklärt bekamen und einige Übungen mit dem Strahlrohr machten.

Temperaturcheck an die Decke, dann Rauchgaskühlung links, rechts, mitte ! Weiter vorrücken und das ganze noch mal. Das alles im Seitenkriechgang und auf Kies, nicht sehr angenehm für die Knie.
Endlich durften wir nun die Pressluftatmer zusammenbauen und einsatzklar machen. Nachdem sich dann alle fertig ausgerüstet und fertig verpackt waren ging es in den Container. Wir setzten uns hintereinander an die rechte Seite des Containers und das Feuer wurde entzündet.
Der Container selbst besteht aus 2 Kammern, einmal der Brennkammer, die leicht erhöht ist und in der die Paletten an die Wände und Decken gekettet sind. Und die „Löschkammer“ in der die Übungen und Beobachtungen selber stattfinden. Im Dach gibt es noch einen Schornstein über den Abluft und Wasserdampf abgelassen werden können.

Das Feuer wurde unter Zuhilfenahme eines Kanisters Diesel-Benzingemisch entzündet und brannte schnell lichterloh. Gut konnte man den aufsteigenden Rauch und die Gase erkennen die sich schnell an der Decke sammelten und langsam Richtung Boden stauten. Mit ausgezogenem Handschuh konnte man gut die verschiedenen Temperaturen in den 3 Zonen erfühlen.
Nun ging immer ein Trupp mit dem Strahlrohr vor, machte einen Temperaturcheck und dann 3 Sprühstöße links, rechts und mittig. Danach wurde jeweils durchgetauscht.

Die zweite Übung bestand darin truppweise mit dem Strahlrohr vorzugehen und sich im Seitenkriechgang unter Rauchgaskühlung bis zur Brennkammer vorzukämpfen bis das Feuer fast aus war. Danach konnte sich das Feuer wieder entwickeln. Besonders beeindruckend war dabei zu sehen wie wenig Wasser man zum Löschen des Brandes benötigt, wenn man es einzusetzen weiß.
Nach Ende des Durchganges gab es eine kleine Nachbesprechung. Doch bevor der Tag für uns zu Ende war, musste noch das Feuer endgültig gelöscht und die Brennkammer ausgeräumt werden. Dann konnten wir ablegen und unter die erfrischende Dusche.

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