Monatsarchiv Juli 2011

VonHenning

Übung im Klärwerk Flensburg

„Feuer in einer Garage, Ausbreitung steht bevor“ war die erste telefonische Einsatzmeldung die die Kameraden gestern abend erhielten.

Und zwar handelte es sich um eine Übung auf dem Gelände des Flensburger Klärwerkes am Kielseng. Die 3 Fahrzeuge 3-44-1, 3-44-2 (Jeweils LF16) und 3-51-1 (Rüstwagen) setzten sich alle in Bewegung.

Noch auf der Anfahrt kam eine zweite Meldung über Funk „Explosion auf dem Gelände, Faulgase treten aus“.

Unklarheit über die gesamte Lage.

Bei der Erkundung durch den ersten Gruppenführer vor Ort ergab sich folgende Lage: Es handelte sich um zwei getrennte Einsatzstellen. An der ersten Einsatzstelle hatte sich ein Faulbehälter mit Gasen gefüllt und erwärmt, die Wärmestrahlung musste bekämpft werden. Außerdem wurden im Bereich der Behälter und des Aufzugsturmes 2 Arbeiter und 4 Behälter mit explosiven Chemikalien vermisst.

Sofort wurde ein Trupp zur Menschenrettung in den Turm geschickt und ein freistehender Wasserwerfer aufgebaut.

Das andere Löschfahrzeug und der Rüstwagen wurden zur zweiten Einsatzstelle geschickt.

Nach und nach kamen 3 weitere Trupps zum Einsatz bis alle Personen und Kanister geborgen/gerettet waren. Außerdem mussten die Kanister gekühlt werden. Unterstützung kam in Form eines Trupps von der zweiten Einsatzstelle.

Bei der zweiten, etwa 200m entfernten Einsatzstelle, kam es zu einem Brand in einer Garage, 1 Person wurde vermisst und war eingeklemmt unter einem Radlader.

Ein Trupp unter Atemschutz befreite mit schwerem Gerät die Person und löschte den Brand.

Fazit der Übung:

Trotz der zwei getrennten Einsatzstellen und der relativ hohen Anzahl an Personen mit Funkgeräten war der Funkverkehr diszipliniert und ruhig. Verunsicherung gab es zwischenzeitlich wegen der neuen Funkrufnamen, was sich aber schnell legte. Insgesamt wurde von der Übungsleitung das ruhige Vorgehen der Gruppenführer gelobt, problematisch war das Fehlen von Sicherungstrupps, dies lag aber an fehlenden Atemschutzgeräten und war daher eine Übungskünstlichkeit. In Wirklichkeit hätte es früh Nachforderungen von Personal und Gerät gegeben.

An dieser Stelle bedankt sich die Feuerwehr Engelsby ganz herzlich bei Herbert Müller und Mathias Bräuer für die Ausarbeitung der Übung zusammen mit Kamerad Daniel Johannsen vom Klärwerk.