Monatsarchiv August 2015

VonHenning

Erster Engelsbyer Atemschutztag


Zum ersten Mal fand am 15.8.2015 eine intensive Atemschutzausbildung in Form eines ganzen Tages statt. Bisher haben wir dafür immer Dienstabende genutzt, aber leider vergehen zwei Stunden wie im Nu. Diesmal sollte mehr Zeit sein für Inhalte und für Wünsche der teilnehmenden Kameraden. So wurde also ein Samstag mit offenem Ende vereinbart.

Acht Kameraden (6 Männer, 2 Frauen) trafen sich also vergangenen Samstag um zehn Uhr in der Wache um erst einmal ein bisschen Theorie über Suchtechniken zu wiederholen.
Diese wurden dann auch gleich praktisch geübt. Erst mit offenen Augen, dann mit verdeckter Sicht (abgeklebte Brille).
Als nächstes kam dann die Übung „U-Boot“. Diese soll die Fertigkeit des Umkuppelns trainieren und Ruhe bei Luftmangel üben. Sechs 6 Personen hatten jeweils ihre Maske auf und Lungenautomat mit Mitteldruckleitung angeschraubt, es waren aber nur 5 PA vorhanden!
Einer musste also solange die Luft anhalten. Das Umkuppeln des Mitteldruckschlauches und einen Platz weiter rücken musste also schnell gehen!

Anschließend war der Sicherheitstrupp Thema. Der Sicherheitstrupp hat die Aufgabe in Not geratene Atemschutztrupps im Einsatz zu retten. Seine Aufgaben, Standort, Ausrüstung, Taktiken mit/ohne Rettungsset wurden also besprochen. Das Rettungsset wurde inspiziert und der Umgang damit geübt. Es besteht aus einer Tragetasche, in deren Inneren ein Art “Plastikwindel” ist mit der ein verunfallter getragen/gezogen werden kann. Außerdem befindet sich eine Ersatzflasche mit Atemluft und Maske in einer extra Tasche. Tätigkeiten wie Maske tauschen, Lungenautomat wechseln, Mitteldruckschlauch wechseln wurden geübt. Viele Kleinigkeiten und Kniffe kamen dabei ans Licht.

Übung mit Rettungsset

Übung mit Rettungsset

Schon war es auch 12 Uhr und es wurde gemütlich zusammen gegrillt. (Andrea hat netterweise für uns eingekauft und gegrillt 😉  Vielen Dank!)

Nach dem Mittag ging es dann richtig ans Eingemachte! Ein Kamerad unter PA wurde immer in Umkleide oder Fahrzeughalle „versteckt“ und musste von einem Trupp unter PA gesucht und gerettet werden. Unter Benutzung des Rettungssets musste man die Maske tauschen, den Lungenautomat oder den Mitteldruckschlauch wechseln.
Anschließend wurde er mit dem Rettungsset in einen sicheren Bereich verbracht. Jeder Trupp kam mehrmals dran, mal mit weniger, mal mit mehr abgeklebter Maske. Auch die „Opfer“ wechselten ständig. Das Ganze wurde zusätzlich erschwert durch laute Musik und die piependen Totmannwarner. Manche kamen dabei an ihre Grenzen. Trotz der schwülen Temperaturen waren die Kameraden aber auch am Ende kaum zu bremsen und so war es schnell 15 Uhr durch.

Crash Rettung ohne Rettungsset

Crash Rettung ohne Rettungsset

Verschwitzt ging es in das verdiente Wochenende.

Fazit: Ausbilder und Teilnehmer waren sehr zufrieden und es wird ganz sicher in Zukunft immer wieder solche Atemschutztage geben!

Fotos: Henning Rolapp