Atemschutzolympiade fordert die Fitness

Um die Atemschutzgeräteträger bei Laune zu halten und etwas Abwechslung in den Dienstbetrieb zu bekommen wurde mit einer Gruppe eine Atemschutzolympiade gestartet.

Sinn ist es den Umgang mit dem Gerät zu schulen, sich daran zu gewöhnen und Tätigkeiten nahe am Ernstfall durchzuführen. Ort der Veranstaltung war das Audimax am Universitätscampus.

Nach dem Aufbau des Parcoures gab es 5 Disziplinen zu bewältigen:

1. Ausrüsten mit dem Atemschutzgerät im Fahrzeug

2. Vornahme eines C-Rohres mit gefülltem Schlauch ins 2. OG über die Aussentreppe des Audimax, oben 3 Sprühstösse aus dem Strahlrohr. Dann runtertragen eines Kameraden auf der Trage bis zum Verteiler.

3. Durchkriechen von 4 Steckleiterteilen, als Tunnel aufgebaut, dazu musste das Gerät abgenommen werden.

4. 2 Runden um Pylone mit 2 Schaumkanistern in der Hand

5. 2 Runden Eierlaufen um die Pylone

Schon nach dem Treppensteigen pfiffen die Lungenautomaten ganz gut im Takt ( wer hasst die Endlosleiter auch nicht ;-) ) und auch die anderen Disziplinen forderten ihren Tribut. Schließlich wurde einzeln die Zeit genommen und nachher nach Gesamtzeit bewertet. Und trotz der Anstrengung musste die Hand am Ende ruhigbleiben, denn ein runterfallenes Ei gab eine Zeitstrafe von 2 Minuten !

Der “Gewinn” des Siegerteams war dann ein Karton guter dänischer Negerküsse, die natürlich unter allen aufgeteilt wurden.

Und auch ich als Übungs-Leiter bekam einen ab, nämlich mitten ins Gesicht :D (klebt wie Sau das Zeug…)

Insgesamt waren alle begeistert und ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung mit den anderen Kameraden

Henning Rolapp

Heissausbildung in Schleswig

Am 13.03.2010 trafen sich 8 Kameraden aus 3 Wehren im Gerätehaus Engelsby um zum Brandgewöhnungcontainer in die Kreisfeuerwehrzentrale nach Schleswig zu fahren.
Um 8 Uhr fuhren wir mit LF Engelsby und MTW Weiche los.
Nach der Ankunft in der Kreisfeuerwehrzentrale wurden wir durch die beiden Ausbilder Herr Pott (hauptberuflich Landesfeuerwehrschule) und Marc Rücker (BF Flensburg und Wehrführer FF Hürup-Weseby) begrüßt.

Wir erhielten einen kurzen Überblick über den Ablauf der Veranstaltung und bekamen dann eine Auffrischung in den Themen: Verhalten im Innenangriff, Rauchgasdurchzündung und Flash-Over.
Als nächstes zogen wir unsere Überkleidung an und gingen nach draußen wo wir den Container erklärt bekamen und einige Übungen mit dem Strahlrohr machten.

Temperaturcheck an die Decke, dann Rauchgaskühlung links, rechts, mitte ! Weiter vorrücken und das ganze noch mal. Das alles im Seitenkriechgang und auf Kies, nicht sehr angenehm für die Knie.
Endlich durften wir nun die Pressluftatmer zusammenbauen und einsatzklar machen. Nachdem sich dann alle fertig ausgerüstet und fertig verpackt waren ging es in den Container. Wir setzten uns hintereinander an die rechte Seite des Containers und das Feuer wurde entzündet.
Der Container selbst besteht aus 2 Kammern, einmal der Brennkammer, die leicht erhöht ist und in der die Paletten an die Wände und Decken gekettet sind. Und die „Löschkammer” in der die Übungen und Beobachtungen selber stattfinden. Im Dach gibt es noch einen Schornstein über den Abluft und Wasserdampf abgelassen werden können.

Das Feuer wurde unter Zuhilfenahme eines Kanisters Diesel-Benzingemisch entzündet und brannte schnell lichterloh. Gut konnte man den aufsteigenden Rauch und die Gase erkennen die sich schnell an der Decke sammelten und langsam Richtung Boden stauten. Mit ausgezogenem Handschuh konnte man gut die verschiedenen Temperaturen in den 3 Zonen erfühlen.
Nun ging immer ein Trupp mit dem Strahlrohr vor, machte einen Temperaturcheck und dann 3 Sprühstöße links, rechts und mittig. Danach wurde jeweils durchgetauscht.

Die zweite Übung bestand darin truppweise mit dem Strahlrohr vorzugehen und sich im Seitenkriechgang unter Rauchgaskühlung bis zur Brennkammer vorzukämpfen bis das Feuer fast aus war. Danach konnte sich das Feuer wieder entwickeln. Besonders beeindruckend war dabei zu sehen wie wenig Wasser man zum Löschen des Brandes benötigt, wenn man es einzusetzen weiß.
Nach Ende des Durchganges gab es eine kleine Nachbesprechung. Doch bevor der Tag für uns zu Ende war, musste noch das Feuer endgültig gelöscht und die Brennkammer ausgeräumt werden. Dann konnten wir ablegen und unter die erfrischende Dusche.

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3 neue Funker für Engelsby !

Eine Woche nach Beendigung des Lehrganges “Tragen von Atemschutzgeräten” gibt es für die Feuerwehr Engelsby erneut Grund zur Freude: An diesem Wochenende fand der Lehrgang “Sprechfunk 2009″ statt und unter den 15 erfolgreichen Lehrgangsteilnehmern befanden sich auch 3 Engelsbyer Kameraden:
Ann-Cathrin Miersen, Frank Roth und Marvin Erfurth .Herzlichen Glückwunsch und immer ein “J” auf dem Funkhörer ;-)

Unterweisung “Overgarment”

Heute abend stand ein nicht alltägliches Thema auf dem Dienstplan. Kamerad Herbert Müller sollte eine Unterweisung im Schutzanzug “Overgarment” durchführen. Der Overgarment ist ein Schutzanzug, der im Bereich des ABC-Schutz eingesetzt wird. Neben der Verwendung bei der Bundeswehr wird der Anzug auch sekundär im Katastrophenschutz der Feuerwehren eingesetzt.

Nach einem kurzen Überblick über Aufbau, Wirkungsweise und Handhabung des Anzuges ging es an den praktischen Teil. Jeder Atemschutzgeräteträger musste einmal den Anzug über sich ergehen lassen. Dabei sind Anzug, Stiefel, Handschuhe und Schutzanzug in der richtigen Reihenfolge an- und wieder auszuziehen. Erster Eindruck: Man braucht auf jeden Fall einen Kameraden der einen beim An- und Ausziehen unterstützt. Außerdem wirkt der Anzug wie einen 1-Mann Sauna, das Arbeiten ist extrem schweißtreibend.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Fall nie eintritt, dass wir diesen Anzug im Einsatz gegen chemische oder biologische Kampfstoffe einsetzen müssen. Weiteres Einsatzgebiet sind Seuchen oder Gefahrgutunfälle.

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