Großer Pumpen- und Strahlrohrtest

Gestern Abend stand ein erster Pumpentest des neuen Löschfahrzeuges 20/10 KatS an.

Nach dem üblichen Antreten vor der Fahrzeughalle wurde der Plan verkündet, die Gruppen eingeteilt und dann ging es mit beiden Löschfahrzeugen und dem Gerätewagen Nachschub zum Regenwasserbecken am Fördegymnasium.

Dort wurde als Erstes die Tragkraftspritze zur offenen Wasserentnahme in Stellung gebracht. Von dort aus gingen 2 B-Leitungen zur Pumpe des LF-KatS und daraus wurden 3 Verteiler mit zwei B-, zwei C- und einem D-Hohlstrahlrohr gespeist. Jeder konnte einmal jedes Rohr benutzen und dabei die verschiedenen Einstellmöglichkeiten an Durchflussmenge und Strahlform ausprobieren.

Insgesamt liefen so bei höchster Einstellung 1400l Wasser pro Minute durch die Rohre, bei Einstellung Spülen 1800l/min durch die Pumpen. Somit wurde nichtmal die TS an ihre Leistungsgrenze gebracht.

An der Nebenseite des Teiches wurde ein Trupp mit Wathosen zu Wasser gebracht, außerdem wurde die “Einsatzstelle” mit dem Fahrzeugmast und dem externen Lichtmast beleuchtet.

Somit erhielten alle eine Auffrischung im Umgang mit Pumpen, Licht und Wathosen. Lehrreich war aber auch die verschiedenen Strahlrohrgrößen in ihrem Verhalten und Rückstoß zu erleben.

Fotos: Henning Rolapp

 

Dienstabend mit Wasserwerfer

Gestern stand einmal etwas besonderes auf dem Programm. Es wurde der Wasserwerfer des Stadtverbandes ausgeliehen.

Mit beiden Löschfahrzeugen ging es hinunter zum Hafen. Dort wurde eine offene Wasserentnahme aufgebaut um die Wasserversorgung zu sichern.

Mit voller Pumpenleistung konnte immerhin eine Wurfweite von ca.30m (bei ca. 2000l/min) erreicht werden. Jeder konnte sich dabei auch mit der Steuerung des Werfers vertraut machen.

Übung auf der Flensburger Schiffbaugesellschaft

Am 04.07.08 um 19:43 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Engelsby in Kenntnis gesetzt, dass auf dem FSG Gelände ein Feuer ausgebrochen sei und Menschen verschüttet bzw. vermisst werden.

 

Die FF Engelsby rückte daraufhin mit 29 Einsatzkräften, 2 LF16-HD, RW1, MTW und dem GW-L zur Einsatzstelle aus. Beim Pförtner der FSG bekam der Zugführer einen Wegeplan in die Hand gedrückt um die Einsatzstelle auf dem großen Werftgelände schneller zu finden.

Am Einsatzort angekommen wurden sie vom Brandschutzbeauftragten und Fachwart für Arbeitssicherheit Uwe Loretan und 4 Atemschutzgeräteträgern der FSG (Scouts) erwartet und in die Lage eingewiesen.

Im Haus 16 hatte es eine Explosion gegeben. 2 Arbeiter wurden im Haus vermisst.

Durch die Explosion war ein schweres Stahlgerüst auf 2 Arbeiter gefallen, die mit schwerem Gerät geborgen werden mussten. Es kamen die Hebekissen, der Trennschleifer und die hydraulische Winde zum Einsatz. Es mussten tonnenschwere Stahlträger sehr vorsichtig angehoben werden um die eingeklemmten Personen heraus zubekommen. Die Wasserversorgung wurde durch einen Unterflurhydranten sichergestellt. Es wurden insgesamt 5 C Rohre vorgenommen, es galt ein nahe stehendes Farblager gegen Hitzestrahlung zu schützen. Zur Personensuche und Brandbekämpfung gingen jeweils ein AGT von der FSG und ein AGT von der FF als Trupp ins Haus. Es wurden insgesamt 4 Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Nachdem die vermissten Personen im stark verqualmten Haus gefunden und ins Freie gebracht wurden, mussten die AGT`s nochmals ins Haus und Gefahrgut suchen und ins Freie befördern.

Nach der Übung gab es eine Abschlussbesprechung. Uwe Loretan lobte das ruhige und besonnene Vorgehen der Einsatzkräfte und bedankte sich auch bei den Scouts, die während ihrer Freizeit an der Übung teilgenommen haben, für ihre Einsatzbereitschaft.

Ich möchte mich auch auf diesem Wege bei Ralf Marten, Uwe Loretan und Hans-Jürgen Süsens für die gute Zusammenarbeit bei der Ausarbeitung dieser Übung bedanken.

Herbert Müller