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VonHenning

Besuch der Leitstelle Nord

Kameraden im Stabsraum der Leitstelle Nord

Kameraden im Stabsraum der Leitstelle Nord

Roll-Up Leitstelle Nord mit Fakten.

Roll-Up Leitstelle Nord mit Fakten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 15.3. besuchten 12 Kameraden die Leitstelle Nord in Harrislee. 7 Jahre nach der Inbetriebnahme konnten wir endlich einmal die Räumlichkeiten und Köpfe zu den Stimmen an Funk und Telefon kennenlernen. Mehr Kontakt besteht normalerweise nicht zu den Kollegen der Leitstelle. Und immerhin sind sie, indirekt, für unsere manchmal kurzen Nächte verantwortlich..

Es begrüßte uns Karl-Heinz , ein ehemaliger Mitarbeiter der Leitstelle. Als erstes sammelten wir uns in einem Besprechungsraum, wo er uns die Geschichte und den Hintergrund der Leitstelle sehr anschaulich erläuterte. Auch das dahinter stehende Konzept und die Besonderheiten der Leitstelle selbst, als auch die Besonderheiten im Zuständigkeitsgebiet. Ein paar Fakten zum Einsatzgebiet:

  • 550.000 Einwohner
  • 1,8Millionen Touristen im Sommer
  • 85000 Einsätze
  • 375 Feuerwehren
  • 21 Rettungswachen
  • 1 Luftrettungszentrum
  • 1 Berufsfeuerwehr

Weitere Besonderheiten:

  • Inseln, Halligen und Wattenmeer
  • Luftrettung
  • Hindenburgdamm
  • Zusammenarbeit mit Dänemark
  • Seenotrettung mit DGzRS

Nach kurzer Pause ging es los mit der Führung wobei wir Ruheräume, Stabsräume und natürlich die beiden Leitstellenräume von Polizei und Feuerwehr/Rettungsdiensten sahen. Auch bekamen wir bis ins Detail einen Disponentenplatz mit allen Monitoren, Fenstern und der dahinter stehenden Technik erklärt. Nach einem kurzen Hallo im „scharfen“ Leitstellenraum, wo wir echten Einsätzen beiwohnen konnten, hatten wir die Möglichkeit selber Einsätze am Tisch abzufragen und einzugeben (simuliert und natürlich wurde nicht alarmiert!). Neu war für alle, dass man heutzutage nicht mehr die 5 „W-Fragen“ beantworten oder ansagen muss, sondern ganz im Gegenteil nur die Fragen des Disponenten beantwortet! Zur Unterstützung der Abfrage kann der Disponent auf einem kleinen Touchscreen Fragen ablesen.

Deutlich machte Karl-Heinz uns die Anforderungen und den Arbeitsalltag eines Leitstellendisponenten klar, der heute längst nicht mehr nur Notrufabfrager ist sondern hochgeforderter Dienstleister für Bürger und Hilfsorganisationen. Nach zweieinhalb Stunden war er dann durch mit seinem Programm und wir alle Fragen los, so dass wir uns verabschiedeten.

An dieser Stelle noch einmal einen ganz großen Dank an Karl-Heinz für seinen kurzweiligen, hochinformativen und unterhaltsamen Bericht samt Führung. Und danke dass er alle unsere Fragen so geduldig beantwortet hat! Wir können jedem nur empfehlen einmal einen Besuch in der Leitstelle zu machen (egal ob Hilfsorganistion oder Kegelverein).

http://www.leitstelle-nord.de

VonHenning

Übungstag der Stadtfeuerwehrverbandes am Oxer

Im Bereitstellungsraum

Im Bereitstellungsraum

Am Samstag den 25.10. übten alle Freiwilligen Feuerwehr auf dem Übungsgelände der Landesfeuerwehrschule in Harrislee am Oder. Hier unser Bericht:

Um kurz vor acht trafen wir uns am Gerätehaus, so dass wir pünktlich um 8:15 mit LF 20/10, LF 16/12, Rüstwagen, Gerätewagen Gefahrgut und MTW in Richtung Harrislee starten konnten. Insgesamt 22 Kameraden verteilten sich auf die Fahrzeuge.

Auf dem Übungsgelände „Am Oxer“ angekommen, wurden wir in den Bereitstellungsraum geleitet, wo wir uns mit der Mannschaftsstärke anmelden mussten. Nun hieß es erst einmal warten auf den ersten Einsatz.

Dieser verzögerte sich aber noch um eine Stunde. Dann ging es aber mit der ersten Übung los.

Übung „Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“.

Bei der Erkundung durch die Gruppenführerin ergab sich folgende Lage: :

Zwei PKW waren an einer Kreuzung zusammengestoßen, zwei Personen beteiligt. Ein Fahrer war bewusstlos im Fahrzeug, die Tür durch den zweiten PKW blockiert. Der Fahrer des zweiten PKW saß unter Schock am Steuer, war aber nicht eingeklemmt.

Nach dem Einsatzbefehl wurde schnell die Einsatzstelle abgesichert, der Brandschutz sichergestellt und die Fahrzeuge stabilisiert. Das DRK kümmerte sich als erstes um den ansprechbaren Fahrer, wir zerstörten die Scheiben des anderen PKW und ein Kamerad stieg zur Betreuung der Person hinein.

Nun wurde die Beifahrertür entfernt, die Frontscheibe zerteilt und die Fahrzeugholme abgeschnitten. Zwischenzeitlich war die leicht verletzte Person in den RTW verbracht worden, so dass der PKW mit vereinter Kraft weggeschoben werden konnte. Nun konnte die Fahrertür entfernt und das Dach nach hinten geklappt. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst wurde die Person mit Hilfe eines Rettungsbrettes über die Fahrertür gerettet und auf die Trage umgebettet.

Bei der Nachbesprechung wurde die gute Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst gelobt und lediglich kleine Fehler kamen zur Sprache. Die gesamte Übung verlief zügig aber ruhig ab und zeigte gute Teamarbeit.

Zurück im Bereitstellungsraum ging es in eine kurze Pause.

 

Übung “Feuer, Menschen in Gefahr”

Danach folgte die Übung „Feuer in Ladenzeile, 2 Personen vermisst“.

In einem Wohnhaus mit Ladengeschäften war es zu einem Brand gekommen, zwei Personen wurden vermisst. Schnell wurde ein Löschangriff aufgebaut, ein Trupp unter schwerem Atemschutz ging zur Personensuche vor. Die Suche wurde durch die extreme Verrauchung erschwert.

Dann konnten die beiden Vermissten doch gefunden und schnell ins Freie geführt werden, unter anderem mit Fluchthauben. Die Leiter musste nicht mehr zum Einsatz kommen.

Nach der Übung folgte erstmal die Mittagspause. Das DRK hatte Schnitzel mit Bratkartoffeln und Gemüse gekocht und alle stärkten sich für den weiteren Tag. Es hat sehr gut geschmeckt, vielen Dank an die Kameraden vom DRK Flensburg!

 

Übung „Gefahrstoffaustritt“

Die letzte Übung fuhren wir zusammen mit der Feuerwehr Jürgensby. Nachdem wir bisher immer nur die Dekon alleine aufgebaut hatten, sollten wir nun das Zusammenspiel im Einsatz testen.

Am Güterbahnhof war ein unbekannter Stoff ausgetreten und zwei Menschen wurden verletzt. Die Feuerwehr Jürgensby erkundete die Einsatzstelle, sperrte ab und rettete die zwei Personen. Danach ging ein Trupp unter CSA (Chemikalien-Schutz-Anzug) vor um den Stoff herauszufinden. Währenddessen bauten wir die Dekon-Anlage (Dekontaminations-Anlage) auf. Dort wurden die zurückkehrenden Trupps dann von dem Stoff, der sich als Salpetersäure herausstellte, befreit und und konnten sich dann umkleiden.

Es war sehr interessant das erste Mal die Dekon-Anlage in einer Übung mit anderen Kräften zu betreiben. Dabei traten einige Dinge zutage, die wir in Zukunft organisatorisch noch ändern müssen. Aber viel Spaß hatten wir trotzdem (Siehe Foto).

Gegen 16 Uhr waren wir dann entgültig zurück in der Wache und konnten ins Wochenende gehen.