Große Übung “Maifeuer 2012″

Am 5.5.2012 fand die lange geplante und angekündigte Katastrophenschutzübung “Maifeuer 2012″ in der Schule für strategische Aufklärung der Bundeswehr (SStratAufklBw) in Flensburg-Mürwik statt. Wir nahmen mit 3 insgesamt Einheiten an der Übung teil.

Um halb 9 machten sich die ersten Kameraden auf den Weg um den Bereitstellungsraum am Kraftfahrtbundesamt einzurichten und später die ankommenden Fahrzeuge zu ordnen und nach Zeitplan loszuschicken. Ein Kamerad war für Sonderfahrten mit dem MTW eingeteilt.

Die beiden Löschfahrzeuge fuhren um 9 von der Wache Engelsby ab und wurden im Bereitstellungsraum in den zweiten Zug eingeteilt wie in der Alarm- und Ausrückeordnung  vorgesehen.

Um kurz nach 10 ging der fiktive Alarm ein und der Löschzug und die Freiwillige Feuerwehr Jürgensby (Jürgensbyer Einsatzgebiet) rückten zum Einsatzort ab. Nach kurzer Zeit kam die erste Rückmeldung über Funk: “Explosion in einem Altenheim, mindestens 60 Verletzte, Rettungsdienst Stufe 4 und Feuer Stufe 3 auslösen!”

Nach und nach rückten nun die Fahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdiensten (ASB, MHD, DRK, Promedica) und THW zur Einsatzstelle ab.

Vor Ort lagen bereits Verletzte vor dem teileingestürzten und brennenden Geäude. Unser LF 20/10 stellte gleich zwei Angriffstrupps die das Retten von Personen und die Brandbekämpfung als Auftrag hatten. Der Rest der Mannschaft half bei der Verletztenbetreuung auf dem provisorischen Sammelplatz.

Vom LF 16 kamen ebenfalls 2 Trupps unter Pressluftatmer zum Einsatz. Das Tragen von Personen mit Trage, Rettungstuch oder mit Tragering war extrem anstrengend und eine Herausforderung für alle Trupps.

Das wohlverdiente Mittagessen kam dann mehr als gelegen. Das DRK hatte morgens schon begonnen ein komplettes Mahl zu zaubern: Spagehtti Bolognese, Salat und Früchtejoghurt gaben allen die Kräfte zurück.

Nach Ende der Pause wurde der Einsatz noch eine halbe Stunde weitergeführt im Innen- und Außenangriff. Wir hatten fast eine offene Wasserentnahme aus einem Becken fertiggestellt da war Übungsende und wir konnten die TS wieder trocken verstauen.

Wir bauten mit ab, suchten unsere Ausrüstungsgegenstände zusammen und halfen dem DRK noch beim Tragen der Feldbetten aus dem Gebäude. Danach rückten wir ab und fuhren noch tanken, wie alle Fahrzeuge an diesem Tag.

Müde genossen wir dann alle das verdiente Wochenende. (HR)

Übung: Kameradenrettung mit Rettungsset

Beim letzten Dienst stand Kameradenrettung mit dem neuen Rettungs- und Bergungsset auf dem Programm, natürlich unter Atemschutz.

Ausgangslage war folgende: Ein Kamerad wurde beim Einsatz in einem Keller vermisst. Der Truppkamerad musste sich aus Luftmangel selber bereits retten.  Der Sicherungstrupp musste nun vorgehen, den Vermissten finden und mit dem Rettungsset retten.

Als erstes mussten sich die Trupps jeweils mit Atemschutzgerät, Maske usw. ausrüsten und am Eingang bereitstellen. Dann wurde der Vermisste gesucht, die Lage erkundet und er aus dem Keller gerettet. Dies wurde durch eine sichtbehindernde Folie auf der Maske noch erschwert. War der Gerettete ersteinmal in der Rettungswindel war die größte Hürde die steile, niedrige und enge Kellertreppe.

Aber trotz der großen Anstrengung gelang es allen Trupps das Opfer zu retten und in Sicherheit zu bringen. Große Erkenntnis: Schnell ist so eine Rettung nicht gemacht und wünschenswert ist ein zweiter Trupp zur Unterstützung !

Audiomitschnitt einer Atemschutzübung

Kleines Video bei Youtube

 

 

Übung im Klärwerk

Am Freitag stand mal wieder eine größere Übung auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst rückten alle Engelsbyer Fahrzeuge zur Wartespur am Kielseng ab. Leider waren diesmal nicht alle Fahrzeuge voll besetzt, es könnte also zu Personalengpässen kommen, wie im richtigen Leben also.
Von der Parkposition erhielt das erste Fahrzeug den Einsatzbefehl zum Abrücken auf das Gelände des Klärwerks.
Vor Ort wurde der Gruppenführer in die Lage eingewiesen.
Erste Rückmeldung war: “Feuer im Betriebsgebäude, 1 Person abgestürzt, 3 Personen vermisst, Explosionsgefahr 50m Radius, 1 Löschzug und 3 RTW zur Einsatzstelle!”
Danach rückten die restlichen Kräfte an. Während die beiden Löschgruppen sich auf die Brandbekämpfung und Menschenrettung konzentrierten, musste die Rüstwagen-Gruppe die abgestürzte Person aus einem Trichter bergen.
Die Malteser kümmerten sich an der Verletztenablage um die Geretteten.

Bei der Nachbesprechung war Tenor, dass die beiden Löschgruppen zügig und gut gearbeitet haben, die Rettung des Abgestürzten wurde aber durch Personalmangel und handwerkliche Fehler erschwert. Darauf wird in den nächsten Übungsabenden eingegangen werden. Und dafür wird ja geübt !
An dieser Stelle vielen Dank an die Verletztendarsteller der JF, an die Mitarbeiter des Klärwerkes, an Herbert Müller für die Übungsvorbereitung und an die Malteser für die Mitwirkung an der Übung !
Rettung ist eingeleitet

Übung auf der Flensburger Schiffbaugesellschaft

Am 04.07.08 um 19:43 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Engelsby in Kenntnis gesetzt, dass auf dem FSG Gelände ein Feuer ausgebrochen sei und Menschen verschüttet bzw. vermisst werden.

 

Die FF Engelsby rückte daraufhin mit 29 Einsatzkräften, 2 LF16-HD, RW1, MTW und dem GW-L zur Einsatzstelle aus. Beim Pförtner der FSG bekam der Zugführer einen Wegeplan in die Hand gedrückt um die Einsatzstelle auf dem großen Werftgelände schneller zu finden.

Am Einsatzort angekommen wurden sie vom Brandschutzbeauftragten und Fachwart für Arbeitssicherheit Uwe Loretan und 4 Atemschutzgeräteträgern der FSG (Scouts) erwartet und in die Lage eingewiesen.

Im Haus 16 hatte es eine Explosion gegeben. 2 Arbeiter wurden im Haus vermisst.

Durch die Explosion war ein schweres Stahlgerüst auf 2 Arbeiter gefallen, die mit schwerem Gerät geborgen werden mussten. Es kamen die Hebekissen, der Trennschleifer und die hydraulische Winde zum Einsatz. Es mussten tonnenschwere Stahlträger sehr vorsichtig angehoben werden um die eingeklemmten Personen heraus zubekommen. Die Wasserversorgung wurde durch einen Unterflurhydranten sichergestellt. Es wurden insgesamt 5 C Rohre vorgenommen, es galt ein nahe stehendes Farblager gegen Hitzestrahlung zu schützen. Zur Personensuche und Brandbekämpfung gingen jeweils ein AGT von der FSG und ein AGT von der FF als Trupp ins Haus. Es wurden insgesamt 4 Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Nachdem die vermissten Personen im stark verqualmten Haus gefunden und ins Freie gebracht wurden, mussten die AGT`s nochmals ins Haus und Gefahrgut suchen und ins Freie befördern.

Nach der Übung gab es eine Abschlussbesprechung. Uwe Loretan lobte das ruhige und besonnene Vorgehen der Einsatzkräfte und bedankte sich auch bei den Scouts, die während ihrer Freizeit an der Übung teilgenommen haben, für ihre Einsatzbereitschaft.

Ich möchte mich auch auf diesem Wege bei Ralf Marten, Uwe Loretan und Hans-Jürgen Süsens für die gute Zusammenarbeit bei der Ausarbeitung dieser Übung bedanken.

Herbert Müller

Vorbereitung auf Großübung in Tinglev (DK)

Vom 13.9-15.9.2007 findet in Hamburg findet der 4. Intercon (4. International Emergency and Rescue Congress and Exhibition) statt.

Über 1000 internationale Teilnehmer werden sich in Hamburg über Methoden und Technik bei Katastrophen informieren und austauschen.

In diesem Rahmen richtet die Berufsfeuerwehr Hamburg ein Schauübung in Tinglev (Dänemark) aus.

Zu dieser Übung werden von der Landesfeuerwehrschule 3 Züge gestellt (Ca. 15 Fahrzeuge mit 70 Mann). Diese werden dann in das Schadensszenario eingebunden und unter realistischen Bedingungen für die Teilnehmer des Seminars die deutsche Einsatztaktik präsentieren.

Da jede Ortsfeuerwehr das Glück hat eine Gruppe zu stellen, gab es nach kurzer Einweisung durch den Abschnittleiter Herrn Pott, eine gründliche Besichtigung der zugeteilten Einsatzfahrzeuge der Landesfeuerwehrschule da diese sich von den Flensburger Fahrzeugen unterscheiden.

Nun freuen sich alle auf den 15.9. wo des dann morgens um 7 los geht nach Tinglev.

Einsatzübung im Wasserlooser Weg 2

Am Freitag wurde spontan der Dienstplan umgeworfen und eine Einsatzübung auf den Plan gesetzt. Primär für die 4 Atemschutzgeräteträger sollte diese Übung die jährliche Einsatzübung darstellen, nebenbei aber auch den Rest der Kameraden fordern.

Übungsleiter Herbert Müller bereitete die Lage vor:

Rauchentwicklung im 2. Obergeschoss, vermutlich Wohnungsbrand, 1 Person schreiend am Fenster. Davon wusste der Rest der Wehr natürlich noch nichts.

Kurz vor 20 Uhr kam dann telefonisch der Einsatzbefehl und der Zug Engelsby rückte mit LF16 HD, LF8, RW1 und MTW zur in Sichtweite liegenden “Einsatzstelle”.

Nach erster Erkundung durch den Gruppenführer LF 8 ging ein Trupp über Steckleiter zur Menschenrettung vor. Die Wasserversorgung wurde hierbei vom kurz danach eintreffenden Gruppenführer LF16 HP übernommen.

Die Gruppe RW 1 übernahm die Räumung des Treppenhauses.

Nach kurzer Zeit war die Person gerettet und das “Feuer” gelöscht, ebenfalls die Etage nach weiteren Personen durchsucht.

Bei der Nachbesprechung zeigten sich Zugführer Udo Jacobsen und Übungsleiter Herbert Müller bis auf kleinere Anlaufschwierigkeiten sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Gerade die Atemschutzträger müssten öfter die Handhabung und das Anlegen der Geräte üben.