Da der analoge Funk seit 30 Jahren eigentlich schon auslaufende Technik ist wurde mit dem Projekt “Digitalfunk der BOS” begonnen. Im Jahr 2006 sollte das Basisnetz stehen, was sich aber immer noch verzögert. Im Moment (4/2011) sind erste wenige Netzabschnitte wie Hamburg und Berlin umgestiegen. Nach und nach werden die 4300 Basisstationen (wie beim Handy-Netz) aufgebaut.
Folgende Vorteile soll das neue Netz bieten:
- Bessere Sprachqualität
- Übertragung von Daten (Bilder, Datenbankanfragen)
- Verschlüsselung gegen Abhören
- Flexible Gruppenbildung
- Totmannschaltung
- Geräteverwaltung
Vorschau
Praktisch sieht es dann so aus dass es zwei Typen von Funkgeräten gibt: Fahrzeugfunkgerät (siehe Oben) und Handfunkgeräte. Mit beiden kann auf Knopfdruck mit einem anderen Gerät gefunkt werden, jedoch nur wenn eine autorisierte SIM-Karte eingelegt ist. Somit ist das Abhören mit handeslüblichen Scannern nicht mehr möglich.”
Auch kann die Leitstelle sehen welches Gerät eingeschaltet ist und aus der Ferne Geräte deaktivieren, falls eines verloren geht.
Im Einsatz bei der Feuerwehr Flensburg wird es weiter so laufen wie bisher: Nach dem Alarm wird ein Einsatzstatus über die Nummerntasten abgegeben und es wird gefunkt. Der Einsatzstellenfunk wird aber weiterhin über 2m Funk abgewickelt.
Die Leitstelle kann aber bei größeren Einsätzen alle beteiligten Fahrzeuge in eine Gruppe legen und nur diese Fahrzeuge können untereinander sprechen. Darunter kann dann auch die Polizei und das THW sein.
Für die Freiwillige Feuerwehr werden sich kaum Änderungen ergeben, da von den 100 theoretischen Möglichkeiten wie
- Telefonie ins Festnetz
- Bundesweites Funken mit der Heimatleitstelle
- Datenübertragung von Bildern etc
- usw
wohl nur die Grundfunktionen genutzt werden.
Mehr Informationen zum Digitalfunk TETRA bei Wikipedia.org
Informationen zum deutschen Digitalfunk bietet die Bundesanstalt für Digitalfunk

